KI-Beauftragter nach EU AI Act 2026: Pflicht, Aufgaben und Kosten
Der EU AI Act verpflichtet ab August 2026 Anbieter und Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen zur klaren internen Zuständigkeitsstruktur. Auch wenn kein expliziter "KI-Beauftragter" vorgeschrieben ist, brauchen betroffene Unternehmen eine Compliance-Funktion.
Was verlangt der EU AI Act intern?
- Compliance-Funktion: Sicherstellung aller AI-Act-Pflichten
- Technische Dokumentation für Hochrisiko-KI laufend pflegen
- Risikomanagementsystem einrichten und betreiben
- Human Oversight: menschliche Kontrolle sicherstellen
Wer braucht einen KI-Beauftragten?
- Anbieter von Hochrisiko-KI: KI in HR, Kreditvergabe, biometrische Erkennung
- Betreiber von Hochrisiko-KI: Unternehmen, die fremde Hochrisiko-KI einsetzen
- Kleine Unternehmen können KI-Compliance mit DSB zusammenlegen
Aufgaben des KI-Beauftragten
- Inventarisierung aller KI-Systeme im Unternehmen
- Risikoklassifizierung nach EU AI Act
- Pflege der technischen Dokumentation
- Schulung der Mitarbeiter im verantwortungsvollen KI-Einsatz
- Ansprechpartner für Behörden
Bußgelder bei Verstößen
| Verstoß | Bußgeld (max.) |
|---|---|
| Verbotene KI-Praktiken | 35 Mio. € oder 7% Umsatz |
| Hochrisiko-Pflichten verletzt | 15 Mio. € oder 3% Umsatz |
| Falsche Informationen an Behörden | 7,5 Mio. € oder 1% Umsatz |
FAQ – KI-Beauftragter EU AI Act 2026
Muss der KI-Beauftragte eine besondere Qualifikation haben?
Der EU AI Act schreibt keine spezifische Ausbildung vor. Ausreichende Kenntnisse in KI-Technologie und den AI-Act-Anforderungen sind notwendig. Zertifizierungen wie "Certified AI Compliance Officer" werden zunehmend angeboten.
Kann der DSB auch als KI-Beauftragter fungieren?
Ja, in kleineren Unternehmen ist die Doppelfunktion sinnvoll, da DSGVO- und AI-Act-Pflichten sich stark überschneiden. Der zeitliche Mehraufwand muss realistisch eingeplant werden.
Ab wann gelten die Hochrisiko-Pflichten des EU AI Acts?
Hochrisiko-Pflichten gelten ab August 2026. Verbotene KI-Praktiken sind seit Februar 2025 untersagt. Unternehmen sollten Compliance-Strukturen jetzt aufbauen.